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Depressionen und Johanniskraut

10. Dezember 2009 von E. Leibrich

Johanniskraut – der „kleine“ Helfer bei Unruhe, – Angst – und Spannungszuständen!

„Für alles ist ein Kraut gewachsen“! Diesen Satz kennt sicherlich jeder und er trifft auch weitgehend zu. Oftmals kann man sich selbst helfen, ohne gleich zur „chemischen Keule“ zu greifen, indem man auf die heilende Wirkung von Pflanzen und Kräutern zurückgreift.
Es versteht sich aber auch von selbst, dass man bei anhaltenden und/oder zunehmenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen und auf Experimente verzichten sollte! Doch auch unterstützend erweisen sich Pflanzen und Kräuter als sehr hilfreich.

Heute möchte ich eine Pflanzen vorstellen, die Ihnen bei Unruhe, Ängsten und Spannungen helfen kann und deren positive Wirkung leider oft unterschätz wird. Der Namen der Pflanze kommt Ihnen sicher bekannt vor und es gibt viele Bücher und Berichte die diese beschreiben. Aus meiner Praxis kenne ich jedoch viele Menschen, denen sie bekannt ist und einige davon belächeln deren Wirksamkeit.  Der Grund für diese Skepsis und zum Teil auch Ablehnung, ist oft Ungeduld. Im Gegensatz zur chemisch hergestellten Arznei, benötigen Heilkräuter- und pflanzen meistens Tage oder sogar Wochen um eine spürbare Besserung der Beschwerden erkennen zu lassen. Dies führt häufig dazu, dass deren Einnahme vorzeitig abgebrochen und als nutzlos angesehen wird.  Man sollte hierbei auch bedenken, das pflanzliche Mittel kaum Nebenwirkungen haben, preiswert sind und auch die Umwelt nicht belasten. Bevorzugt sollte aber meiner Meinung nach auf die Anwendung als Tee zurückgegriffen werden, da zum Beispiel ein Tonikum meistens eine beträchtliche Menge Alkohol enthält und somit auch Kindern nicht verabreicht werden darf.

Geben Sie der Natur eine Chance und greifen Sie bei leichteren Beschwerden lieber auf diese wertvolle Hilfe zurück!

Johanniskraut!

Anwendungsgebiete:      äußerlich als Wundheilmittel, zur Pflege spröder Haut oder alten
Narben, bei Verbrennungen ersten Grades, Muskelrissen und
Blutergüssen.

innerlich vor allem bei leichten bis mittelschweren Depressionen
(depressiven Verstimmungen), nervös bedingten Unruhe, Angstzuständen
und Angststörungen
wie Prüfungsangst oder Panikattacken

Wirkung:      stimmungsaufhellend, antidepressiv und angstlösend

Zubereitung:      2 Teelöffel des Krauts werden mit einer Tasse kochendem Wasser
übergossen und 10 Minuten ziehen gelassen. Morgens und abends
sollte eine Tasse getrunken werden.

Die Wirkung ist erst nach etwa drei Wochen spürbar, daher sollte die Einnahme nicht zu früh beendet werden. Eine nachhaltige Wirkung wird erst nach vier bis sechs Monaten erzielt!!!

Hinweise

Im Allgemeinen ist Johanniskraut sehr gut verträglich. Nur selten treten Magen-Darmbeschwerden, allergische Hautreaktionen, Müdigkeit oder Unruhe auf.

Während der Einnahme sollten starke Sonnenbestrahlung, Solarien und Höhensonne gemieden werden. Es kann eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Lichteinstrahlung entstehen.

Johanniskraut ist bei schweren Depressionen nicht wirksam und es muss bei Verdacht auf diese eine Behandlung durch einen Arzt erfolgen. Auch während der Schwangerschaft oder Stillzeit und bei depressiven Erkrankungen bei Kindern ist die Einholung ärztlichen Rates angezeigt!

Bitte lassen Sie sich in jedem Fall ausführlich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten, um die Wirksamkeit zu gewährleisten und Behandlungsfehler zu vermeiden!


E. Leibrich

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